Programm 2014 (Archiv)

literarischer_herbst_weinIm Spiegel des Spiegelsaals
Lola Montez, sich selbst betrachtend
20.9., 15 Uhr

Das Allerschönste ist das, was einer liebt
Die Poesie der Fresken
26.9., 15:45 Uhr

LiebesKult:
Eine literarisch-musikalische Begegnung mit dem Ensemble triAlog
28.9., 15 Uhr

In die Unterwelt!
Es siegt die Liebe über den Tod
3.10., 11 Uhr

Demeter an Erntedank
Bio Kult im Hofladen
5.10., 15 Uhr

Zu dem Thoma Ludwig auf seine Tuften:
Eine Fahrt zum bairischen Parnass
Kult Bairische Mentalität
12.10., 8.30 Uhr, bzw. 9 Uhr

Das Studio: eine Musikkultküche
22.10., 19.30 Uhr

Don Quijote oder die Verzauberung der Wirklichkeit
24.10., 19.30 Uhr

 


 

Samstag, 20. September, 15.00 Uhr

Im Spiegel des Spiegelsaals

Lola Montez, sich selbst betrachtend

Angelika Krautzberger

LH_LolaMontez

Das Bild der Lola Montez aus der Schönheitengalerie von König Ludwig I. ist Kult geworden, auch wenn der Hofmaler Joseph Karl Stieler sie nur ungern porträtierte. Wesen und Auftreten der „spanischen Tänzerin“, die weder aus Spanien kam, noch Tänzerin war, rief damals wie heute zwiespältige Reaktionen hervor. Im Nachwort zu der Ausgabe ihrer Memoiren resümiert Kerstin Wilhelms Lolas Leben so: „Die rastlose Lebensführung der Lola Montez sträubt sich gegen jede Festlegung ihrer Person. Der immer neue Aufbruch in ein anderes Land und in neue Beziehungen kann als Durchspielen möglicher weiblicher Lebensentwürfe verstanden werden.“ Angelika Krautzberger verleiht dieser faszinierenden Frau ihre Stimme.

Schloss Garatshausen, Spiegelsaal, Franz-Eisele-Allee 1, Garatshausen
Eintritt: 15.-

 

“Furioser Auftakt des diesjährigen Literarischen Herbstes! Die Schauspielerin Angelika Krautzberger zeichnet ein gekonnt facettenreiches und kapriziöses Bild von Lola Montez.”
Süddeutsche Zeitung, 22.9.2014 Weiterlesen

 

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Freitag, 26. September, 15.45 Uhr

Das Allerschönste ist das, was einer liebt

Die Poesie der Fresken

Matthias Friedrich

Jede Insel auf dieser Welt ruft Träume in uns wach. Natürlich ist auch die Roseninsel im Starnberger See ein solcher Sehnsuchtsort, eine Liebesinsel. Das Casino auf der Insel wurde wegweisend für den Stil süddeutscher Villen in Anlehnung an Herculaneum und Pompej. Wie innig die Geschichte und die Ausgrabung dieser antiken Städte im 18. Jahrhundert mit der Antikenbegeisterung in Bayern verbunden ist, zeigen die Wandmalereien des Casinos. Und weil dieses Freskenprogramm an antike Texte anknüpft, wird in spielerischer Form auf dem Gang durch das Haus eine kleine Auswahl zu hören sein: von Sappho, der legendären Dichterin der griechischen Insel Lesbos, von Vergil, dem „Vater des Abendlandes“, von den Liebesdichtern Ovid und Catull. Mythos, Vision und Utopie werden für Augenblicke Wirklichkeit.

Casino Roseninsel / Starnberger See
So kommen Sie zur Roseninsel

Eintritt: 15.- zzgl. 4.- Überfahrt
und 3.50 Eintritt ins Casino

 

 

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 Sonntag, 28. September, 15.00 Uhr

LiebesKult: Eine literarisch-musikalische Begegnung mit dem Ensemble triAlog

Ruth Geiersberger – TextVerrichtungen, Esther Schöpf – Violine in KlangBildern mit Norbert Groh – Klavier

Das Ehepaar Heinrich und Therese Vogl auf dem Gut Deixlfurt steht für das Exemplarische biographischer Möglichkeiten in der Kunst und im Leben. Sie waren lange Zeit die einzigen Tristan-und-Isolde-Darsteller in Europa, viele Jahre die berühmtesten Wagner-Interpreten überhaupt, dass sie sich 1875 das Gut Deixlfurt leisten konnten. In diesen Tagen um- und durchkreist das Ensemble triAlog mit Ruth Geiersberger (TextVerrichtung), Esther Schöpf und Norbert Groh (Violine und Klavier) das Thema „Liebeskult, Liebeslied, Liebesleid schafft Leidenschaft“ mit Texten u. a. von Gottfried von Straßburg, Italo Calvino und Ruth Geiersberger und mit Musik u. a. von Georg Philipp Telemann, Richard Wagner, Astor Piazzolla wie auch durch eigene KlangBilder.

Gut Deixlfurt 1, Tutzing
Eintritt: 20.-

 

 

 

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Freitag, 3. Oktober, 11.00 Uhr

In die Unterwelt!

Es siegt die Liebe über den Tod

Peter Weiß

Der „Bunker“ ist Legende, ist Kult. Auch diesmal geht es um den Gang in die Unterwelt. Die Bibel kennt natürlich die Hölle, Odysseus muss hinunter in den Hades, auch Vergils Aeneas, und in Dantes Göttlicher Komödie geht der Weg von der Hölle durch das Fegfeuer in den Himmel. Größtes Glück ist Dante in seiner Göttlichen Komödie beschieden. Nachdem er mit Vergil sämtliche Stadien der Hölle durchschritten hat, übergibt der große Dichter der Antike seinen Klienten an Beatrice, sie wird Dantes neuer Führer sein: Göttliche Weisheit trifft sich mit erster Liebe. Die Komödie siegt über die Tragödie, denn es siegt die Liebe über den Tod. Die Mythen und ihre Sterne, sagt der große Psychoanalytiker C. G. Jung, sind scheinbar vom Himmel gefallen, aber sie leben fort in unserem eigenen Inneren, in unserer Seele. Deshalb werden auch Texte aus der Psychoanalyse zu hören sein, die den Gang in die Unterwelt noch einmal anders begleiten: in unser eigenes Inneres.

Bitte Decken mitbringen, es kann kühl werden in der Unterwelt!

Ehem. Warnamt X, Kerschlacher Forst,
auf B2 von Starnberg Richtung Weilheim fahren , 2 km nach Traubing rechts: Schild Aukio (wird nicht im Navi angezeigt)
Eintritt: 15.-

 

 

 

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Sonntag, 5. Oktober, 15.00 Uhr

Demeter an Erntedank

Bio Kult im Hofladen

Steffe Mair, Konrad Wipp

„Erntedank“ ist der richtige Tag, an die Grundlagen unserer Ernährung zu denken, vor allem auch an die Möglichkeiten gesunder Ernährung. Der Name der Göttin „Demeter“ wur- de zum geschützten Markenzeichen, unter dem nach anthroposophischen Prinzipien biologisch-dynamisch erzeugte Produkte verkauft werden. Nach einer Führung durch den Hof der Familie Mair liest Konrad Wipp im neuen Hofladen aus den Geschichten von Steffe Mair, und Steffe Mair selbst musiziert. Es geht um Erzählungen der Dorfgeschichten-Dorfgesichter, die in unmittelbarem Bezug zum Assenhauser Hof, zu Steffe Mair und seiner Familie stehen. Zum Beispiel um das Bettler- und Hausierertum in der „knappen“ Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Natürlich gibt es nachher auch Erzeugnisse des Hofes im Laden zu kosten und zu kaufen.

Familie Mair, Assenhauser Hof Kirchplatz 1, Farchach /Berg
Eintritt: 20.-

 

 

 

 

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Sonntag, 12. Oktober, 8.30 Uhr, bzw. 9 Uhr

Zu dem Thoma Ludwig auf seine Tuften: Eine Fahrt zum bairischen Parnass

Kult Bairische Mentalität

Peter Weiß

Dieser Ausflug an den Tegernsee führt zur Tuften, dem Haus des Ludwig Thoma, mit Lesung aus seinen Texten durch Peter Weiß und Gerd Holzheimer sowie einer Führung durch das Haus. Die Rundfahrt um den See streift zahlreiche weitere Orte bairischer Kulturgeschichte wie die Stelle, an welcher der Kiem Pauli 1930 das „Erste Oberbayerische Preissingen“ ausgerichtet hat, oder das Museum des Olaf Glubransson, der Humor und bayerische Hinterfotzigkeit mit dem Zei- chenstift umgesetzt hat. Im ehemaligen Kloster Tegernsee weht der Geist eines der bedeutendsten Kulturzentren Europas. Von hier kommt der Verfasser des vielleicht schönsten Liebesgedichtes deutscher Sprache „Dû bist mîn, ich bin dîn“. Auch Walther von der Vogelweide war 1215 in Tegernsee und beklagte sich darüber, dass ihm die Mönche „wazzer“ statt Wein vorsetzten. Das kann uns nicht passieren: Ein Besuch im Bräustüberl der Herzoglichen Brauerei beschließt die Exkursion.

In Zusammenarbeit mit Unser Dorf e.V.

Zwei Haltestellen: Abfahrt Weßling (S8) 8.30 Uhr,
Bahnhof Starnberg Nord (S6) 9.00 Uhr
Eine Anmeldung ist nur verbindlich möglich, d. h. mit Überweisung des Eintritts- bzw. Fahrtpreises – und zwar spätestens zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin.
Eintritt: 50.- (incl. Busfahrt, Museumseintritte)

 

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Mittwoch, 22. Oktober, 19.30 Uhr

Das Studio: eine Musikkultküche

Gunter Pretzel – Musik und Text

Gunter Pretzel, Bratschist, ist seit 1984 Mitglied der Münchner Philharmoniker, darüber hinaus realisiert er eigene musikalische Projekte mit Schwerpunkt Neue Musik und beschäftigt sich mit intensiv mit freier und improvisierter Musik. An diesem Abend geht es um das Studio, um das Studio an sich, in dem sich Ort, Zeit und zuletzt auch die Musik selbst auflösen. Das Studio wird selbst zum Instrument. So unterschiedlich die Genres von Musikern wie Glenn Gould, The Beatles, Milli Vanilli auch sind: Gemeinsam ist ihnen, dass das Tonstudio eine entscheidende Rolle in ihrem künstlerischen Leben gespielt hat: eine Kultmaschine, die ihre Verheißungen, ihre Magie und ihre Verführungskraft an ihnen erwiesen hat. Aber nicht jeder war ihr gewachsen. Gunter Pretzel führt in eine Welt, die einen die reale Welt vergessen machen kann. Auch Beispiele aus der Literatur machen bildhaft, was an Kräften in diesem Ort verborgen ist.

Red Rooster Studio Peter Maffay, Klenzestr. 3, Studio 2, Tutzing
Eintritt: 20.-

 

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Freitag, 24. Oktober, 19.30 Uhr

Don Quijote
oder die Verzauberung der Wirklichkeit

Stefan Wilkening – Erzähler Maria Reiter – Akkordeon

Der spanische Autor Miguel de Cervantes hat mit seinem Roman Don Quijote die moderne Weltliteratur eröffnet. Sein „Hidalgo“ ist ein Mensch, welcher der Literatur so verfallen ist, dass verheerende Auswirkungen in der Wirklichkeit nicht ausbleiben können. Der Schauspieler und Sprecher Stefan Wilkening erweckt den ritterlichen Helden mitsamt seinem Knappen Sancho Pansa, seiner angebeteten Dulcinea und allem „Ritterzubehör“ für den Zuhörer zum Leben. Maria Reiter lässt mit ihrem virtuosen Spiel die spanische Landschaft erstehen ebenso wie die Fährnisse dieser großen Reise.

In Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Berg

Schloss Kempfenhausen, Rittersaal Milchberg 11, Kempfenhausen
Eintritt: 22.-

 

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